Lustige Story... Nachdem wir unseren letzten Post veröffentlicht hatten wollten wir uns endlich einen Platz für die Heia suchen und wollten raus aus Queenstown, damit wir nicht entdeckt werden. Als wir jedoch losgefahren sind wurden wir nach 20 Sekunden von 3 Studenten angehalten. Sie fragten ob wir sie irgendwo hinfahren könnten und auf die Frage was los ist antworteten sie die ganze Zeit nur: „Lee will die!!!" Wir waren etwas verwirrt und nachdem wir sie eingesackt hatten und losgefahren sind erklärten sie uns, dass Lee Diabetiker ist und da er so betrunken war und hingefallen ist konnte er sich nicht mehr daran erinnern, ob er schon sein Insulin genommen hat... Also saßen wir nun zu 6. auf 5 Sitzen und fuhren wild durch Queenstown. Allister und der Dritte (Wir haben seinen Namen vergessen) hatten zwar GPS Systeme, lotsten uns aber trotzdem mehrmals über dieselben Straßen, was alles in allem ziemlich verwirrend war. Vor Allem aber, da der Dritte und Allister gemütlich einen Burger aßen und Lee auf dem Beifahrersitz saß, sein Kopf aus dem Fenster hielt und ein kleines Déjà-vû mit seinem Mittagessen hatte. Glücklicherweise wurde Hector nicht großartig beschmutzt. Lee hat das gekonnt hinbekommen. Großes Lob an ihn!Daher nannten wir Lee nun „the professional puker". Unser Ziel war letztendlich ein Hostel, in dem die Drei wohnten, da sie eigentlich aus Dunedin kommen und nur zum Ski fahren nach Queenstown gekommen sind. Als Lee dann endlich im Zimmer war und mit dem Dritten abcheckte, wie es mit dem Insulin aussieht, unterhielten wir uns mit Allister, welcher auch schon gut angeheitert war. Er bot uns an in dem Hostel zu duschen, was wir auch dankend annahmen, da wir für die letzten 7 Tage keine Dusche gesehen hatten... (Wir badeten immer nur in Seen und Flüssen). Zudem bot er uns an, dass wir, wenn wir nach Dunedin kommen, was wir auch machen werden, in seiner Studentenbude für ein paar Tage bleiben können. Wir sind gespannt was daraus wird... An diesem Abend sind wir also alle drei duschen gewesen, während Allister und der Dritte wieder in die Stadt sind, um noch ein bisschen zu feiern, da sie am nächsten Tag wieder nach Dunedin fahren mussten. Nachdem wir uns endlich wieder wie Menschen fühlten, haben wir uns auch nochmal entschieden in einen Club zu gehen, in dem wir vorher waren um nach einem Gig für mich zu fragen. Der Club war vielleicht 30 m² groß und lediglich eine kleine Bar unterhielt die 30 Besucher. Man darf es sich aber nicht wie eine normale Bar vorstellen, denn es gab keine Stühle und in einer Ecke war noch ein DJ, welcher uns düsteren Drum and Bass um die Ohren pfefferte! Alle tanzten wild und verrückt und die Duftstäbchen sorgten für das besondere etwas. Mit nichts in Deutschland zu vergleichen! Gegen 3.30am machten wir uns dann auf den Weg zum Auto und suchten uns einen Schlafplatz. Da es aber dunkel war und wir drei sehr müde waren, stellten wir uns einfach an den nächstgelegenen Straßenrand und wurden am Morgen NICHT von einem Ranger erwischt. Neiiiiin. Sagen wir, wir haben eine Spende an das hiesige Department of Conservation (vergleichbar mit einer Nationalparkwacht) getätigt. Eine sehr verrückte Nacht!!!
Nun gut, als wir dann nochmal für die nächste Woche einkaufen waren und den Tank wieder randvoll geknallt hatten düsten wir los. Unser grobes Ziel war Milford Sound (ein Fjord im Fjordland Nationalpark) und der Pazifik. Also fuhren wir wieder in die Wildnis, sahen unglaublich schöne Seen, Wälder, Berge, Hobbithügel und Landschaften und zum Schlafen verzogen wir uns auf kleine, unscheinbare Waldwege, wo wir unsere Ruhe hatten und nicht die Aufmerksamkeit eines Rangers weckten. (Auch wenn wir natürlich noch so gerne „spenden" ;) )
So waren wir heute in einem kleinen Ruderboot auf dem Pazifik und Julius versuchte wieder zu angeln, leider nicht erfolgreich... Jetzt gibt es gleich Abendessen... Nudeln zur Abwechslung. Mark ist gerade gar nicht da, er hat uns wie selbstverständlich sein Haus überlassen. Das ist Vertrauen, welches sich in Deutschland vermissen lässt. Heute Abend fahren wie nach Tuatapere zu einer Open Mic Night, damit wir mal wieder unter die Leute kommen. ;)
Beste Grüße...
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