Samstag, 20. Juli 2013

Friendship



Nach 7 tagen sind wir jetzt wieder in der Zivilisation. Also wir sind in Queenstown, einem kleinen aber wahnsinnig teuren und luxuriösen Skigebiet mitten in den Bergen. Max und mir gefällt es nicht so gut. Das Städtchen ist halt so ein schicki micki Ort. Aaron findet es ganz nett, aber trotzdem habe wir beschlossen dieser Stadt schon bald wieder den Rücken zu zukehren und wieder raus in die Natur zu fahren.
Nun zu den letzten 7 Tagen. Es war einfach der Wahnsinn. Wir sind uns sicher, die epischsten, ruhigsten, wunderschönsten, unberührtesten Plätze unseres bisherigen  Lebens gesehen zu haben.
Wir sind von Christchurch aus losgefahren in die Berge. Diese Berge sind einfach wahnsinnig schön. Hier findet man total flaches Land direkt neben superhohen, schneebedeckten Bergen und zwischendrin gibt es immer superklare Seen und Flüße. Also insgesamt sehr frisch hier ;) Dem 13. Juli folgten also 5 total epische Übernachtungsorte. Die erste Nacht verbrachten wir über der Stadt in den Bergen mit einer Aussicht auf ein riesengroßes glitzerdes Lichtermeer. Es war ziemlich cool im Van zu schlafen, einfach so ungebunden und entspannt. So haben wir zum Beispiel am Lake Tekapo, am Lake Pukaki und am Lake Wanaka oder einfach am Fluss geschlafen. Hector,unser Auto, ist wirklich tapfer. Wir  haben ihn schon so krasse Wege entlang gequält..Wahnsinn. Hier ein Dankeschön an Hector und die Bitte weiterhin tapfer zu sein. Ein Bisschen verletzt haben wir ihn schon.... :D
Vielleicht hat jemand von euch den Film Friendship gesehen? - genau so fühlen wir uns..nur noch positiver und bis jetzt ohne Probleme. Hoffentlich bleibt auch alles dabei!
Mittlerweile hat sich unsere Schlafgewohnheit der Sonne angepasst. Wir gehen tatsächlich so gegen 20 uhr schlafen, denn dann ist es einfach dunkel und mitten in der Natur macht man dann eben nichts mehr. Geweckt werden wir dann gegen um 7 meist von der Sonne und bis jetzt immer vom Rauschen des Meeres, vom See oder eben vom Fluß. Am Lake Pukaki war es umwerfend. Heidi und ich sind baden gewesen..das Wasser dieses superklaren Bergsees war wahnsinnig kalt. Super mega kalt..
Aber danach schien meine Durchblutung so hart zu eskalieren das mir groteskerweise so unglaublich warm wurde das ich im T-shirt rumgerannt bin. Ein voller Erfolg ;) Dann haben wir Heidi einen Iro geschnitten. Ja wirklich, vielleicht nicht ganz so krass wie ihr denkt, aber er hatte Lust auf eine neue Frisur, also haben wir Papierschere und Singapur-Airlines Kamm rausgeholt und Haare geschnitten. Ich habe hier auch super legal geangelt und tatsächlich etwas gefangen. Eine schöne große Regenbogenforelle. Von der haben wir alle ein Bisschen was gegessen und dazu gabs Bratkartoffeln.  Okay, essen ist hier auch  ein ganz lustiges thema. Etwas Leckeres kostet im Laden so ungefähr tausend. So Bier oder Wein geht auch garnicht. Ein billiges Bier kostet hier im 15ner Pack 27 NZD (ca. 20 Euro). Also hier erkennt man die reichen Leute nicht am Porsche sondern am Bier :D. Nunja, ich wollte eigentlich etwas über unsere Ernährung sagen. Wir sind ja Backpacker und Backpacker müssen sparen. Also essen wir zum Frühstück so 10 Toastscheiben und dann den ganzen Tag nichts. Abends knallen wir uns den Bauch voll mit Reis oder irgendetwas das stopft. Aber das geht schon. Ich habe Oreos im Sonderangebot erwischt. :)
Außerdem versuchen wir in den Clubs hier einen Auftritt für Aaron klar zu machen. Das ist allerdings garnicht so leicht, denn wirklich Tanz-Clus gibt es hier garnicht..Eher so teure Edelbars. Aber wir sind trotzdem relativ zuversichtlich denn in 2 "Clubs" haben wir eine positive Rückmeldung bekommen. Jetzt heißt es hoffen und wenn alles klappt, dann steht der Act "Duggy Dubber live in New Zealand" ;)

Also leute ..vielleicht kommen demnächst nochmal ein Paar Videos. Auf alle Fälle sind wir die ganze Zeit am Filmen.. denn ich verfolge ein großes Projekt. Noch verrate ich aber nichts ;)

Allerbeste Grüße aus Queenstown (einem der vielen Herr der Ringe Drehorte in Neuseeland)

Julius, Aaron und Max







Mittwoch, 10. Juli 2013

Thumbs Up!

Peace,

 wir melden uns. Nach diesen Tagen hier in Neuseeland können wir behaupten so langsam angekommen zu sein. Mittlerweile haben wir fast vollständig unseren Papierkram erledigt, also ein Konto eröffnet und die Steuernummer beantragt. Aber was eigentlich noch viel krasser ist: Wir haben endlich einen saucoolen Van gekauft!! Es ist ein 7-Sitzer, bei dem man alle Rückbänke umklappen kann, sodass wir dort pennen können. That's amazing. Nachdem wir uns vorher schon einige andere Vans angeschaut haben, welche größtenteils relativ abgefuckt waren, so sind wir doch erstaunt tatsächlich ein scheinbar vollfunktionstüchtiges Automatikauto erworben zu haben. Es fährt sich echt Sahne. Einfach Gas und Bremse. Mehr nicht. Keine Kupplung. Wie Mariokart.
Auf jeden Fall warten wir jetzt noch darauf, dass die Überweisung aus Deutschland eintrifft und wir endlich losdüsen können.
Bis jetzt hatten wir noch Sorgen wegen der Campingausrüstung, denn das ist hier alles ziemlich teuer, doch auch das hat sich hervorragend geklärt: Ein Kumpel aus dem Hostel fliegt nächste Woche wieder nach Deutschland zurück und brauch seines nicht mehr. An dieser Stelle vielen Dank!
Beim Einkaufen dachten wir uns häufig einfach nur "Ach du scheiße, ist das krass teuer". Gerade Fleisch und Milchprodukte sind hier unverhältnismäßig überteuert. So bleibt uns quasi nichts anderes übrig als uns von Nudeln und Reis und zum Früstück von Toast zu ernähren. Nach 4 Tagen ist das irgendwie schon zu viel. Wir versuchen nun etwas Abwechslung reinzubringen, indem wir komplett selbst kochen und backen. Unser erstes selbstgemachtes Brot heute war sehr lecker, nur vielleicht etwas hart. Morgen gelingt es sicherlich besser. Nach dem heutigen Abendessen wissen wir, dass wir die Backzeit für unsere Kartoffelecken noch etwas anpassen müssen. Nach den 4 Monaten sind wir dann vielleicht alle Meisterköche, wer weiß.

Heute sind wir nun endlich einmal zum Strand getrampt. Der Bus war zu teuer. Doch wie wir feststellen durften ist das Fahren per Anhalter in Neuseeland so einfach wie sonst nirgendwo. Wir haben es bisher 3 mal probiert und haben nie länger als 5 Minuten warten müssen, bevor uns jemand mit einem freundlichen Gesicht mitgenommen hat. Das ist wirklich bemerkenswert.
Am Strand angekommen konnten wir das erste mal in unserem Leben den Pazifik bewundern. Wir sahen trotz des frischen Windes eine Weile den Fischern zu. Wie es der Zufall wollte, biss sofort ein ziemlich großer Fisch an und wir konnten zusehen wie er auf das Pier gezogen wurde. Das war eine besondere Erfahrung für Aaron und mich. Julius war besonders interessiert, weil er ja selbst angelt.
Den Rückweg haben wir dann wieder in dem Auto eines indischen Einwanderers angetreten, der uns nach etwa 5-minütiger Wartezeit freundlich mitnahm.
Allgemein geht es uns hier richtig gut. Wir durften bereits jetzt sooo viele offene und nette Menschen kennenlernen. Das ist einfach klasse.
Man könnte sogar sagen es verlief bisher alles nach Plan. Nach dem Plan, den wir niemals hatten.
Wir können es kaum erwarten unseren abenteuerlichen Roadtrip endlich zu starten!!




 Peace out!

Montag, 8. Juli 2013

how are you

Tag,

oder vielleicht auch Nacht? Denn wer es noch nicht weiß, bei uns ist es 10 Stunden später als bei euch. Wir schreiben also aus der Zukunft ;). Hier ein erstes Lebenszeichen nach unserer 55 Stunden Reise über Zürich und Singapur.

19:30 ging unser erster Flug von Prag aus und ungefähr 17:30 checkten wir in den Sicherheitsbereich ein.
Als wir uns winkend von unseren Familien und Freunden verabschiedeten trafen wir gleich auf einen Flughafenmitarbeiter, welcher uns entnervt ein „What is it?“ entgegenrief, weil wir keine lust hatten die vollkommen leere Schlange (welche am Flughafen mit Bändchen abgesteckt ist) entlang zu gehen und wir ganz fuchsig einfach eins öffneten und gerade durch gingen. Auf sein „What is it hätten wir antworten sollen: „A Sicherheitsbändchen“
Nach dem entspannten 90 Minuten Flug nach Zürich mussten wir nun die nächsten 14 Stunden hier verbringen. Die Idee, in das Stadtzentrum zu fahren verwarfen wir wieder und versuchten auf der Besucherterasse eine Mütze Schlaf abzubekommen. Ein ganz entspanntes Restaurant unter freiem Himmel hatte unter anderem auch ein paar Sofas draußen stehen. Da es jedoch in der Nacht kälter als erwartet wurde gingen wir wieder zurück in den Flughafen und versuchten unser Glück auf einem harten Fliesen Boden. Dies scheiterte jedoch nach 10 Minuten daran, dass alle Rolltreppen und Lichter wieder angeschaltet wurden, nachdem wir uns hingelegt hatten. Da ging doch tatsächlich eine Frau rum und schaltete jede Rolltreppe einzeln wieder an und von Rolltreppe zu Rolltreppe wurde es lauter.
Also gingen wir nun vollkommen ausgeschlafen in Richtung A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, welches uns nach Singapur bringen sollte. Beim betreten dieses Giganten erhofft man sich eine angenehme und entspannte Reise, was jedoch nicht so ganz der Fall sein sollte (für Aaron und Heidi. Ich, Julius muss eigentlich sagen das mir nicht einmal mein Hintern wehtat nach den 12 Stunden.) Da man nebenbei auch noch die Möglichkeit hatte 500 Filme zu schauen war es insgesamt doch ganz nett. Aaron und ich, Julius, schafften es dann auch manchmal einzuschlafen und Heidi hatte genau 0 Stunden Schlaf :D. Die Landung war dann wirklich unsanft und eine süße 50 jährige chic klammerte sich hysterisch an Aarons starke Oberarme.

In Singapur war es echt extrem. Der Moment als wir aus dem Flughafen raus kamen war einfach episch. Es war früh um 8 und draußen waren tatsächlich schon 30 Grad und geschätzte 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das war wir eine Wand gegen die man läuft wenn man aus einem klimatisierten Flughafen oder einer kalten U-bahn kommt. Auch die Stadt war extrem. So viele Hochhäuser seht man in Deutschland nirgendwo. Wir hatten zum Beispiel einen unvorstellbaren Ausblick aus dem 70. Stock eines Gebäudes im Stadtzentrum. Auch der Park und die Natur in der Stadt ist verrückt. Irgendwie ist es ein Mix aus einem tropischen Regenwald und einer Megacity.
Nun sind wir in Christchurch (der Flug war super, wir sind einfach so extrem müde gewesen, dass wir 80% der Zeit geschlafen haben. Die restlichen 20% haben wir gegessen :D) eine der größten Städte der Südinsel, in einem Hostel untergekommen und versuchen in den nächsten Tagen einen Backpacker-Van aufzutreiben! Es ist unglaublich wie sich alles fügt. Wir sind am Flughafen angekommen und hatten eigentlich noch gar nichts organisiert. Kein Hostel, kein Van, keine Telefonnummern und keinen Plan. Die allererste Nummer die wir auftrieben war gleich die Nummer von einem Deutschen der seinen Van loswerden möchte. Eric. Mit ihm verabredeten wir uns in Christchurch und eigentlich ist der Van der Hammer. Wir haben nur diese Nacht noch einmal drüber geschlafen und wollen ihn heute mal in einer Werkstatt durch checken lassen. (Drückt uns die Daumen!) Dieser Eric lebte in einem kleinen insider Hostel und rief gleich mal die Andrea an ( die kümmert sich hier um das Hostel) und wie es der Zufall wollte waren exakt noch 3 Schlafplätze frei. Jetzt sind wir also im billigsten und coolsten Hostel der Stadt und haben fast schon einen Van. Das ist doch unglaublich! Auch insgesamt ist es tagsüber wirklich angenehm warm mit vielleicht 16 Grad und Sonnenschein. Nur der Wind ist etwas frisch. Die Stadt sieht nach dem großen Erdbeben 2011 noch sehr zerstört und leer aus. Wir sind uns alle drei einig, dass Christchurch sehr an eine amerikanische Stadt erinnert. So flach und so viele Ampeln, Hochspannungskabel, alte Vans und Pickups, kleine Häuser mit süßen Vorgärten, riesen Erdnussbutter Packungen... :D Alles ist einfach anders, wunderschön und absolut beeindruckend!

Auf dem Blog wollen wir immer mal wieder Videos hochladen. Aber wundert euch nicht wenn wir nicht alles zeigen. Ich hab mir da was vorgenommen.. :)

P.s.: Noch ganz wichtig ist zu erwähnen, dass wir uns vorgenommen haben nichts zu hören was annähernd elektronisch produziert wurde. The Doors, The Beatles, Elvis Presley, Tom Waits und viele weitere werden uns auf unserer Reise begleiten. Unser Leben im Bus die nächsten 4 Monate und unsere Einstellung soll mal ganz anders sein als im absolut durchorganisierten Deutschland.

Julius, Aaron, Max







Donnerstag, 4. Juli 2013

Bye, Bye Germany

Wir sagen auf Wiedersehen, bis in 4 Monaten! :)

Auf eine glorreiche Zeit!

Max, Julius & Aaron

Take it easy baby, Take it as it comes. - The Doors