... um gleich an den alten Post
anzuknüpfen: (ja, es ging einfach Schlag auf Schlag)
unser neuer Freund Mark nahm uns also mit zur "Open Mic Night" in der "Last Light Lodge" in Tuatapere. Dort ging es vor Allem darum für möglichst gute Unterhaltung durch eigene musikalische Beiträge zu sorgen. Es standen dort in dieser gemülichen Café-Bar Instrumente und ein Mikrofon bereit, an denen sich jedermann probieren konnte. Als wir hinzustießen waren wir überrascht, dass nur 2 Tische besetzt waren... es war eben nur eine kleine Stadt... oder sogar eher ein Dorf. Kurz nach unserer Ankunft griff sich ein junger Mann eine Gitarre und holte eine ebenfalls junge Frau mit ans Mikrofon. Sie sangen ein Duett, welches wirklich unter die Haut ging. Der Abend verlief ruhig, sehr entspannt im familiären Umfeld dieser Bar. So kamen wir auch mit den vorher gennanten Sängern ins Gespräch und erfuhren ihre Namen: Kristy und Jesse, ein junges Paar aus Tuatapere. Aaron erwähnte beläufig, dass wir großes Interesse an Arbeit haben. Wie es der Zufall so wollte, bot Kristy uns an, in ihrem Garten das Unkraut zu entfernen und ihn generell ein wenig in Schuss zu bringen. Wir nahmen dieses Angebot natürlich dankend an. Wir quatschten den ganzen Abend lang, bekamen ein Paar Getränke ausgegeben, bis wir irgendwann auf die Uhr schauten und feststellen durften, dass es schon Viertel nach 4 Uhr morgens war und wir lange die letzten verbliebenen Gäste waren. Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man neue Leute kennenlernt.
Nun kreuzten wir also am Montag nachdem wir uns von Mark verabschiedet hatten bei ihnen auf und buddelten ein wenig in ihren Beten rum. Nach getaner Arbeit wurden wir mit einem köstlichen Abendessen überwältigt: eine Art Gulasch... welch Gaumenschmaus! Doch damit nicht genug. Auch hier zeigte sich die enorme neuseeländische Gastfreundschaft und die Beiden boten uns an noch über Nacht zu bleiben. Den Abend genossen wir dann nocheinmal die wundervolle Stimme von Jesse, der ein wahrer Künstler an seiner Gitarre ist. Er zeigte uns sogar ein paar eigens komponierte Lieder! Sie sind echt wunderschön. So schön, dass man sie fast in einem Film verwenden könnte ;). Ein klasse Abend.
Am darauffolgenden Tag entschlossen wir uns wieder auf Roadtrip zu gehen, nachdem wir nun knapp eine Woche bei Mark und Kristy & Jesse genächtigt hatten.
Unser Weg führte uns ganz in den Süden; durch Invercargill durch... entlang der Südküste von Neuseeland. Dort zeigte sich die Natur wieder einmal von ihrer schönsten Seite: wunderbare Strände, atemberaubende Wellen, die an riesigen Klippen mit einem Donnern brachen und der Catlins-Nationalpark mit seinem typischen Urwald. Wir machten Halt an einigen Wasserfällen, die tief im Dickicht des Waldes lagen, aber auch am Slope Point, den südlichsten Punkt Neuseelands. So weit weg von allen Daheimgebliebenen waren wir noch nie!
Etwas weiter nördlich fuhren wir mal wieder auf einer kleinen Schotterstraße durch den Urwald. Unser Ziel war zunächst der Waipori Wasserfall. Als dieser auf einem Schild ausgeschildert wurde, auf dem es hieß "Waipori Falls 20 min walk", waren wir optimistisch. Doch als wir dann den Wanderweg ansteuerten, wurde uns schnell bewusst, dass diese 20 Minuten für uns utopisch sein würden: Nahezu der gesamte Weg war bedeckt von umgestürzten Bäumen und Ästen. Wahrscheinlich waren das Überbleibsel des letzten Sturms. Jeder normale Wanderer wäre an dieser Stelle wohl umgekehrt, doch wir tapferen jungen Kerle haben uns natürlich versucht durchzukämpfen. Nach nun etwa einer Stunde waren wir dann doch angekommen. Der Wasserfall war dafür umso schöner. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Als wir weiterfuhren, führte uns der Verlauf der Straße eine enorme Steigung hoch. An dieser Stelle bitten wir wieder Hector um Verzeihung: Oben angekommen, qualmte er aus dem Motorraum; das war wohl doch etwas zu viel für ihn.
Jetzt wird sich zeigen, wer ein aufmerksamer Leser unseres Blogs ist:
unser neuer Freund Mark nahm uns also mit zur "Open Mic Night" in der "Last Light Lodge" in Tuatapere. Dort ging es vor Allem darum für möglichst gute Unterhaltung durch eigene musikalische Beiträge zu sorgen. Es standen dort in dieser gemülichen Café-Bar Instrumente und ein Mikrofon bereit, an denen sich jedermann probieren konnte. Als wir hinzustießen waren wir überrascht, dass nur 2 Tische besetzt waren... es war eben nur eine kleine Stadt... oder sogar eher ein Dorf. Kurz nach unserer Ankunft griff sich ein junger Mann eine Gitarre und holte eine ebenfalls junge Frau mit ans Mikrofon. Sie sangen ein Duett, welches wirklich unter die Haut ging. Der Abend verlief ruhig, sehr entspannt im familiären Umfeld dieser Bar. So kamen wir auch mit den vorher gennanten Sängern ins Gespräch und erfuhren ihre Namen: Kristy und Jesse, ein junges Paar aus Tuatapere. Aaron erwähnte beläufig, dass wir großes Interesse an Arbeit haben. Wie es der Zufall so wollte, bot Kristy uns an, in ihrem Garten das Unkraut zu entfernen und ihn generell ein wenig in Schuss zu bringen. Wir nahmen dieses Angebot natürlich dankend an. Wir quatschten den ganzen Abend lang, bekamen ein Paar Getränke ausgegeben, bis wir irgendwann auf die Uhr schauten und feststellen durften, dass es schon Viertel nach 4 Uhr morgens war und wir lange die letzten verbliebenen Gäste waren. Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man neue Leute kennenlernt.
Nun kreuzten wir also am Montag nachdem wir uns von Mark verabschiedet hatten bei ihnen auf und buddelten ein wenig in ihren Beten rum. Nach getaner Arbeit wurden wir mit einem köstlichen Abendessen überwältigt: eine Art Gulasch... welch Gaumenschmaus! Doch damit nicht genug. Auch hier zeigte sich die enorme neuseeländische Gastfreundschaft und die Beiden boten uns an noch über Nacht zu bleiben. Den Abend genossen wir dann nocheinmal die wundervolle Stimme von Jesse, der ein wahrer Künstler an seiner Gitarre ist. Er zeigte uns sogar ein paar eigens komponierte Lieder! Sie sind echt wunderschön. So schön, dass man sie fast in einem Film verwenden könnte ;). Ein klasse Abend.
Am darauffolgenden Tag entschlossen wir uns wieder auf Roadtrip zu gehen, nachdem wir nun knapp eine Woche bei Mark und Kristy & Jesse genächtigt hatten.
Unser Weg führte uns ganz in den Süden; durch Invercargill durch... entlang der Südküste von Neuseeland. Dort zeigte sich die Natur wieder einmal von ihrer schönsten Seite: wunderbare Strände, atemberaubende Wellen, die an riesigen Klippen mit einem Donnern brachen und der Catlins-Nationalpark mit seinem typischen Urwald. Wir machten Halt an einigen Wasserfällen, die tief im Dickicht des Waldes lagen, aber auch am Slope Point, den südlichsten Punkt Neuseelands. So weit weg von allen Daheimgebliebenen waren wir noch nie!
Etwas weiter nördlich fuhren wir mal wieder auf einer kleinen Schotterstraße durch den Urwald. Unser Ziel war zunächst der Waipori Wasserfall. Als dieser auf einem Schild ausgeschildert wurde, auf dem es hieß "Waipori Falls 20 min walk", waren wir optimistisch. Doch als wir dann den Wanderweg ansteuerten, wurde uns schnell bewusst, dass diese 20 Minuten für uns utopisch sein würden: Nahezu der gesamte Weg war bedeckt von umgestürzten Bäumen und Ästen. Wahrscheinlich waren das Überbleibsel des letzten Sturms. Jeder normale Wanderer wäre an dieser Stelle wohl umgekehrt, doch wir tapferen jungen Kerle haben uns natürlich versucht durchzukämpfen. Nach nun etwa einer Stunde waren wir dann doch angekommen. Der Wasserfall war dafür umso schöner. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Als wir weiterfuhren, führte uns der Verlauf der Straße eine enorme Steigung hoch. An dieser Stelle bitten wir wieder Hector um Verzeihung: Oben angekommen, qualmte er aus dem Motorraum; das war wohl doch etwas zu viel für ihn.
Jetzt wird sich zeigen, wer ein aufmerksamer Leser unseres Blogs ist:
Wir erzählten euch doch von Alistair
Wong (ja, er wird doch so geschrieben, wir korrigieren das an dieser
Stelle) und seinen beiden Kumpanen in Queenstown... Da wir nun kurz
vor Dunedin waren, riefen wir ihn kurzerhand an und machten uns aus,
dass wir uns in den nächsten Tagen treffen. In Dunedin angekommen
erkundeten wir kurz die doch recht große Stadt und stellten jedoch
wieder einmal ernüchternd fest, dass wir hier eigentlich schnell
wieder weg wollen; zurück in die Natur. Wir entschlossen uns jedoch
doch ein paar Tage zu bleiben, da es hier auch prächtige Tiere zu
beobachten gab: laut Karte und Ausschreibungen konnte man in der
Umgebung von Dunedin Pinguine, Albatrosse und Seelöwen in freier
Wildbahn bewundern. Jedoch wurde uns nur die Gesellschaft von den
letzteren beiden Arten zuteil. Zunächst sahen wir die riesigen
Umrisse von den Albatrossen über uns kreisen. Am nächsten Tag
besuchten wir die Sandfly Bay, wo wir etwa 10 große, wilde Seelöwen
aus nächster Nähe besuchen konnten... wobei das Wort "wild"
hier einen Trugschluss mit sich zieht: Das Leben dieser Seelöwen
besteht lediglich aus 3 Dingen: Fressen, Schwimmen und Rumlümmeln.
Also insgesamt ein sehr relaxtes Leben. Diese beidene Begegnungen
waren jedoch beide einfach wunderbar und wahrscheinlich auch leider
einzigartig.
Das macht sie aber denke ich noch besonderer.
Nun entschlossen wir uns endlich in Richtung von Alistairs Studentenbude zu fahren. Auf dem Weg machten wir noch kurz in der Dunedin Libary Halt. Da wir armen Backpacker natürlich an jedem Ende sparen müssen stellten wir uns statt auf einen normalen gebührenpflichtigen Parkplatz auf den eines Supermarktes. Das "maximale Parkzeit 90 Minuten"-Schild übersahen wir mit einem lächeln.
Nunja. Den Rest kann man sich bestimmt denken. Großzügig wie wir sind, spendeten wir nun also auch NZ$ 45 an die Parkbehörde. Wir sind so lieb.
Jetzt aber auf zu Alistair! Dort angekommen, standen etwa 10 Studenten vor seiner WG. Als wir reingingen, hingen da noch etwa 6 weitere rum. Alistair empfing uns mit offenen Armen und so verbrachten wir den restlichen Abend mit ihm und seinen Freunden. Er stellte uns sogar netterweise seinen Herd zur Verfügung, in dem wir uns dann mal wieder Ofenkaroffeln gönnten. Wir drei kamen alle überein, dass wir uns schon auf unser Studentenleben freuen. Die Lebensweise dieser Studenten ist einfach total locker und lebensfroh. Witzig war nur: Sobald sich alle Nicht-Bewohner der WG verzogen hatten, packten alle 6 Bewohner ihre Laptops aus und waren in Facebook. Ein lustiger Anblick: 6 Personen, jeweils mit Laptop, an einem Tisch. Nunja, das ist wohl so heute.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg in Richtung Westcoast. Nach ein paar entspannten idyllischen Nächten kehrten wir nach Cromwell zurück, der Ort an dem Julius vor knapp einem Monat seinen ersten Fisch fing. Da wir nun den Kreis im Süden irgendwie geschlossen hatten, erkundigten wir uns nun ENDLICH mal nach richtiger Arbeit. Und ja er verfolgt uns irgendwie wirklich: Wie es der Zufall so wollte, hatten wir gleich beim ersten Anlauf Glück. Kaum die Tür hinter uns geschlossen, sagte die Dame in der Jobvermittlung "I got a job for you guys"... und der war wirklich nahezu perfekt für uns: Wir alle drei arbeiteten zusammen für eine Winzergenossenschaft, die ein Feld mit Kirschbäumen gefällt hat und jetzt 3 junge Burschen suchte um das ganze Holz aufzusammeln und fein säuberlich zu stapeln. Wir drei arbeiteten zusammen mit dem 76-jährigen Michael , konnten quatschen, Musik hören, bekamen alle das selbe Gehalt und verdienten echt ordentlich. Wir konnten uns nun sogar mal wieder richtig körperlich ertüchtigen, nachdem unsere Muskeln und unsere Kondition nach einem Monat Autofahrt nahezu auf dem Nullpunkt waren. Das tat richtg gut. Zwischenzeitlich bot uns Tim, der Chef des Weinfeldes sogar an im Pausenraum zu übernachten. Es gab 2 große Matratzen, eine Dusche und einen Ofen: was wollen wir mehr?
Das macht sie aber denke ich noch besonderer.
Nun entschlossen wir uns endlich in Richtung von Alistairs Studentenbude zu fahren. Auf dem Weg machten wir noch kurz in der Dunedin Libary Halt. Da wir armen Backpacker natürlich an jedem Ende sparen müssen stellten wir uns statt auf einen normalen gebührenpflichtigen Parkplatz auf den eines Supermarktes. Das "maximale Parkzeit 90 Minuten"-Schild übersahen wir mit einem lächeln.
Nunja. Den Rest kann man sich bestimmt denken. Großzügig wie wir sind, spendeten wir nun also auch NZ$ 45 an die Parkbehörde. Wir sind so lieb.
Jetzt aber auf zu Alistair! Dort angekommen, standen etwa 10 Studenten vor seiner WG. Als wir reingingen, hingen da noch etwa 6 weitere rum. Alistair empfing uns mit offenen Armen und so verbrachten wir den restlichen Abend mit ihm und seinen Freunden. Er stellte uns sogar netterweise seinen Herd zur Verfügung, in dem wir uns dann mal wieder Ofenkaroffeln gönnten. Wir drei kamen alle überein, dass wir uns schon auf unser Studentenleben freuen. Die Lebensweise dieser Studenten ist einfach total locker und lebensfroh. Witzig war nur: Sobald sich alle Nicht-Bewohner der WG verzogen hatten, packten alle 6 Bewohner ihre Laptops aus und waren in Facebook. Ein lustiger Anblick: 6 Personen, jeweils mit Laptop, an einem Tisch. Nunja, das ist wohl so heute.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg in Richtung Westcoast. Nach ein paar entspannten idyllischen Nächten kehrten wir nach Cromwell zurück, der Ort an dem Julius vor knapp einem Monat seinen ersten Fisch fing. Da wir nun den Kreis im Süden irgendwie geschlossen hatten, erkundigten wir uns nun ENDLICH mal nach richtiger Arbeit. Und ja er verfolgt uns irgendwie wirklich: Wie es der Zufall so wollte, hatten wir gleich beim ersten Anlauf Glück. Kaum die Tür hinter uns geschlossen, sagte die Dame in der Jobvermittlung "I got a job for you guys"... und der war wirklich nahezu perfekt für uns: Wir alle drei arbeiteten zusammen für eine Winzergenossenschaft, die ein Feld mit Kirschbäumen gefällt hat und jetzt 3 junge Burschen suchte um das ganze Holz aufzusammeln und fein säuberlich zu stapeln. Wir drei arbeiteten zusammen mit dem 76-jährigen Michael , konnten quatschen, Musik hören, bekamen alle das selbe Gehalt und verdienten echt ordentlich. Wir konnten uns nun sogar mal wieder richtig körperlich ertüchtigen, nachdem unsere Muskeln und unsere Kondition nach einem Monat Autofahrt nahezu auf dem Nullpunkt waren. Das tat richtg gut. Zwischenzeitlich bot uns Tim, der Chef des Weinfeldes sogar an im Pausenraum zu übernachten. Es gab 2 große Matratzen, eine Dusche und einen Ofen: was wollen wir mehr?
