Montag, 8. Juli 2013

how are you

Tag,

oder vielleicht auch Nacht? Denn wer es noch nicht weiß, bei uns ist es 10 Stunden später als bei euch. Wir schreiben also aus der Zukunft ;). Hier ein erstes Lebenszeichen nach unserer 55 Stunden Reise über Zürich und Singapur.

19:30 ging unser erster Flug von Prag aus und ungefähr 17:30 checkten wir in den Sicherheitsbereich ein.
Als wir uns winkend von unseren Familien und Freunden verabschiedeten trafen wir gleich auf einen Flughafenmitarbeiter, welcher uns entnervt ein „What is it?“ entgegenrief, weil wir keine lust hatten die vollkommen leere Schlange (welche am Flughafen mit Bändchen abgesteckt ist) entlang zu gehen und wir ganz fuchsig einfach eins öffneten und gerade durch gingen. Auf sein „What is it hätten wir antworten sollen: „A Sicherheitsbändchen“
Nach dem entspannten 90 Minuten Flug nach Zürich mussten wir nun die nächsten 14 Stunden hier verbringen. Die Idee, in das Stadtzentrum zu fahren verwarfen wir wieder und versuchten auf der Besucherterasse eine Mütze Schlaf abzubekommen. Ein ganz entspanntes Restaurant unter freiem Himmel hatte unter anderem auch ein paar Sofas draußen stehen. Da es jedoch in der Nacht kälter als erwartet wurde gingen wir wieder zurück in den Flughafen und versuchten unser Glück auf einem harten Fliesen Boden. Dies scheiterte jedoch nach 10 Minuten daran, dass alle Rolltreppen und Lichter wieder angeschaltet wurden, nachdem wir uns hingelegt hatten. Da ging doch tatsächlich eine Frau rum und schaltete jede Rolltreppe einzeln wieder an und von Rolltreppe zu Rolltreppe wurde es lauter.
Also gingen wir nun vollkommen ausgeschlafen in Richtung A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, welches uns nach Singapur bringen sollte. Beim betreten dieses Giganten erhofft man sich eine angenehme und entspannte Reise, was jedoch nicht so ganz der Fall sein sollte (für Aaron und Heidi. Ich, Julius muss eigentlich sagen das mir nicht einmal mein Hintern wehtat nach den 12 Stunden.) Da man nebenbei auch noch die Möglichkeit hatte 500 Filme zu schauen war es insgesamt doch ganz nett. Aaron und ich, Julius, schafften es dann auch manchmal einzuschlafen und Heidi hatte genau 0 Stunden Schlaf :D. Die Landung war dann wirklich unsanft und eine süße 50 jährige chic klammerte sich hysterisch an Aarons starke Oberarme.

In Singapur war es echt extrem. Der Moment als wir aus dem Flughafen raus kamen war einfach episch. Es war früh um 8 und draußen waren tatsächlich schon 30 Grad und geschätzte 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das war wir eine Wand gegen die man läuft wenn man aus einem klimatisierten Flughafen oder einer kalten U-bahn kommt. Auch die Stadt war extrem. So viele Hochhäuser seht man in Deutschland nirgendwo. Wir hatten zum Beispiel einen unvorstellbaren Ausblick aus dem 70. Stock eines Gebäudes im Stadtzentrum. Auch der Park und die Natur in der Stadt ist verrückt. Irgendwie ist es ein Mix aus einem tropischen Regenwald und einer Megacity.
Nun sind wir in Christchurch (der Flug war super, wir sind einfach so extrem müde gewesen, dass wir 80% der Zeit geschlafen haben. Die restlichen 20% haben wir gegessen :D) eine der größten Städte der Südinsel, in einem Hostel untergekommen und versuchen in den nächsten Tagen einen Backpacker-Van aufzutreiben! Es ist unglaublich wie sich alles fügt. Wir sind am Flughafen angekommen und hatten eigentlich noch gar nichts organisiert. Kein Hostel, kein Van, keine Telefonnummern und keinen Plan. Die allererste Nummer die wir auftrieben war gleich die Nummer von einem Deutschen der seinen Van loswerden möchte. Eric. Mit ihm verabredeten wir uns in Christchurch und eigentlich ist der Van der Hammer. Wir haben nur diese Nacht noch einmal drüber geschlafen und wollen ihn heute mal in einer Werkstatt durch checken lassen. (Drückt uns die Daumen!) Dieser Eric lebte in einem kleinen insider Hostel und rief gleich mal die Andrea an ( die kümmert sich hier um das Hostel) und wie es der Zufall wollte waren exakt noch 3 Schlafplätze frei. Jetzt sind wir also im billigsten und coolsten Hostel der Stadt und haben fast schon einen Van. Das ist doch unglaublich! Auch insgesamt ist es tagsüber wirklich angenehm warm mit vielleicht 16 Grad und Sonnenschein. Nur der Wind ist etwas frisch. Die Stadt sieht nach dem großen Erdbeben 2011 noch sehr zerstört und leer aus. Wir sind uns alle drei einig, dass Christchurch sehr an eine amerikanische Stadt erinnert. So flach und so viele Ampeln, Hochspannungskabel, alte Vans und Pickups, kleine Häuser mit süßen Vorgärten, riesen Erdnussbutter Packungen... :D Alles ist einfach anders, wunderschön und absolut beeindruckend!

Auf dem Blog wollen wir immer mal wieder Videos hochladen. Aber wundert euch nicht wenn wir nicht alles zeigen. Ich hab mir da was vorgenommen.. :)

P.s.: Noch ganz wichtig ist zu erwähnen, dass wir uns vorgenommen haben nichts zu hören was annähernd elektronisch produziert wurde. The Doors, The Beatles, Elvis Presley, Tom Waits und viele weitere werden uns auf unserer Reise begleiten. Unser Leben im Bus die nächsten 4 Monate und unsere Einstellung soll mal ganz anders sein als im absolut durchorganisierten Deutschland.

Julius, Aaron, Max







3 Kommentare:

  1. Schön die Bilder! Viel Glück!

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  2. Euer Video, die Bilder, der Text- also eigentlich der Blog insgesamt- sind wirklich gut. Ich wünsch euch noch weiterhin ganz ganz viele tolle Erlebnisse und Erfahrungen! :)

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  3. Schöner Auftakt! Aber bitte beim nächsten mal die Kamera ruhiger führen, damit der Zuschauer auch mal was ansehen kann und nicht alles durchrauscht - This is not a video-clip :-) Man möchte noch mehr das Gefühl haben, ihr wollt uns etwas zeigen - also auswählen und überlegen warum was kommt. Auch wenn es nur erste Eindrücke sind: Ist ne gute Übung für das große Werk.

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